Im Ransbacher Feuerwehrhaus ist es zu eng

Favorisiert wird ein Dorfgemeinschaftshaus mit integrierter Feuerwehr und Schützenheim.

Ransbach. (bö) Die Freiwillige Feuerwehr ist eine Institution im Dorf - und es gehört zum guten Ton, in ihrer Mitgliederliste zu stehen. Vor drei Jahren haben die Ransbacher ihr 120 jähriges Gründungsfest abhalten. Dass die Ransbacher treu zu ihrer Feuerwehr stehen, zeigt sich auch an der Beteiligung bei Zusammenkünften. Eine stolze Quote: Von den 67 Feuerwehrmitgliedern waren 38 zur Jahreshauptversammlung gekommen. 

Jetzt hatte Feuerwehrvorstand Vinzenz Praller und Kommandant Andreas Bruckmüller nach den Feuerwehrregularien zur Jahreshauptversammlung ins Schützenheim eingeladen. Unter anderem auch mit Informationen, wie es mit einem neuen Feuerwehrdomizil aussehen soll.

Es drückt natürlich die Ransbacher schon seit ein paar Jahren - denn im Feuerwehrhaus ist es zu eng geworden. Mit Blick in die Zukunft, wird man sich noch heuer über ein größeres Feuerwehrhaus unterhalten müssen. Denn die bisherigen Räumlichkeiten reichen bei weitem für die Dorffeuerwehr nicht mehr aus und auch mit dem derzeitigen Schützendomizil ist es so eine Sache, hörte man bei der Versammlung deutlich. "Der jetzige Zustand ist nichts Halbes und nichts Ganzes".

Mit dem Schützenverein D´Lauterachtaler ist man sich einig, einen Gemeinschaftsbau von Feuerwehr und Schützenheim als Dorfgemeinschaftshaus zu favorisieren. "Da wäre die Feuerwehr gut untergebracht und auch der Schützenverein hätte eine sichere Bleibe, nachdem es im Dorf kein Wirtshaus mehr gibt".

Man hat auch in den vergangenen Monaten schon ähnlich strukturierte Objekte in Pursruck, Emhof, Wolfsbach und Dietldorf besucht. Auch mit dem Markt Hohenburg und dem Kreisfeuerwehrverband hat es schon Gespräche gegeben. Die Bauträgerschaft soll der Markt Hohenburg übernehmen.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Vorstand Vinzenz Praller auf Veranstaltungen des letzten Jahres ein. 63 Mitglieder gehören derzeit der Feuerwehr an. Der Besuch des Florianstages, das Feuerwehrfest in Illschwang und das Grillfest im Dorf gehörten zu den geselligen Veranstaltungen. Verstorben ist im vergangenen Jahr Karl Lorenz sen. Aus der Vereinschronik informierte Alfred Steindl. Über die Vereinsfinanzen berichtete Anton Bruckmüller.

Wie Kommandant Andreas Bruckmüller informierte, gehören derzeit der Feuerwehr 37 Aktive und fünf Feuerwehranwärter an. Alexander Donhauser und Christina Federl sind neu dazugekommen. Einsatzmäßig war es zwar ein  ruhiges Jahr mit 26 Übungen und zwei Ausrückterminen. Im September 2015 wurde die Digitalfunkschulung abgeschlossen. Erstmals legten Ransbacher Feuerwehrmitglieder mit dem neuen Hohenburger Feuerwehrauto das Abzeichen "Technische Hilfeleistung" ab. Dazu kam noch das Leistungsabzeichen "Gruppe im Löschaufbau". Christine Bruckmüller und Jürgen Hirsch konnte er zum Erreichen des Abzeichens "Gold-Rot" gratulieren.

Den Feuerwehrwissenstest und die Jugendflamme haben Lara Burkert, Leonie Schiessl, Luzie Schiessl, Luise Sperl und Marco Sperl erfolgreich abgelegt. Wie Jugendwartin Miriam Lutter informierte, war sie mit den Ransbacher Jugendlichen bei der 24 Stunden Übung bei den Hohenburgern und Allersburgern dabei. Das Zeltlager in Königstein wurde besucht, der Wissenstest abgelegt und die Lagerfeuerwehr der US Army in Hohenfels besichtigt. Heuer sind die Ablegung der Bayerischen Jugendspange, der Wissenstest und das Zeltlager im Terminplan.

Für die Wehr ist auch wieder Leistungsabzeichen für Technische Hilfeleistung und Brandeinsatz geplant. Dazu kommen mehrere Funkübungen. Miriam Lutter besucht heuer den Jugendwartlehrgang in Regensburg. Zu Gast sein wird heuer bei der Feuerwehr in Nürnberg sowie der US Feuerwehr in Hohenfels.

Für Bürgermeister Florian Junkes sei es gut zu wissen, draußen in den Dörfern, so wie in der Flächengemeinde Hohenburg, engagierte und ortskundige Feuerwehrleute zu haben. Er bedankte sich für die Bereitschaft, dieses Engagement im Ehrenamt zu übernehmen. Effizient sei für ihn aber als Bürgermeister auch, wenn wehrübergreifend geübt wird. "Denn nur so haben wir eine Chance, um Minderbesetzungen bei der Tagesalarmierung im Griff zu haben".

Von Seiten der Landkreisfeuerwehr bedankten sich Kreisbrandmeister Alexander Graf zusammen mit seinem Kollegen Helmut Braun für die Ausbildungsbereitschaft der Ransbacher Feuerwehrleute.
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