Unbekannte Rauchentwicklung

Punkt 17:45 Uhr wurden am Samstag 10.10.2015 von der Integrierten Leitstelle Amberg,  die Feuerwehren Wolfsbach, Theuern, Ensdorf, Thanheim und Rieden alarmiert: "Unbekannte starke Rauchentwicklung in der von-Holler-Straße 6 in Wolfsbach. Mehrere Personen werden vermisst."

Die Wolfsbacher Wehrmänner sorgten im Innenhof des Anwesens für die Verlegung eines Verteilers.

Binnen weniger Minuten war die Wolfsbacher Wehr vor Ort, die Einsatzleitung übernahm deren 2. Kommandant Dominik Ernst. Drei Vermisste befänden sich in dem verqualmten Gebäude, hieß es. Die Wehren aus Ensdorf, Theuern, Rieden und Thanheim rückten an. Die Wolfsbacher schlossen mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) eine Schlauchleitung an den Unterflurhydranten in der von-Holler-Straße an und bauten einen Verteiler im Innenhof des Anwesens auf.

Vom Unterflurhydranten an der Kreuzung Waldhausstraße - dort nahm sie auch die Verkehrssicherung vor - zur Brandstelle bauten die Riedener die Löschwasserversorgung zum Schutz der östlich gelegenen Gebäude auf. Die Abschnittsleitung im Westteil des Anwesens übernahm die Ensdorfer Wehr, verlegte die Versorgung vom Unterflurhydranten im Amselweg. Unterstützt wurde sie dabei von den Kollegen aus Thanheim. Insgesamt zwölf Atemschutzgeräteträger waren inzwischen mit Wärmebildkameras zur Bergung der Vermissten ins Gebäude eingedrungen. Die Riedener und Theuerner gingen im Erdgeschoss vom Ostteil der Scheune, die Ensdorfer im Dachgeschoss vom Westteil aus vor. Die Theuerner nutzten zur Brandbekämpfung in der Scheune den von den Wolfsbachern im Innenhof verlegten Verteiler.

Etwa 45 Minuten nach der Alarmierung war die Übung abgeschlossen. Bei der Endbesprechung in der Wolfsbacher Fahrzeughalle, an der alle beteiligten Feuerwehrkräfte teilnahmen, dankte Kommandant Günter Schindler allen für ihren Einsatz, begrüßte auch Kreisbrandinspektor (KBI) Hubert Blödt sowie die Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl und Hubert Haller. Schindler, der für die Organisation der Übung verantwortlich zeichnete, betonte: "Die Vermissten wurden schnell gefunden, aber ohne Wärmebildkameras hätten wir in dem Gebäude keine Chance gehabt." Allen 55 Kollegen galt sein Dank.