Spezialkräfte geschult

2 Lehrgänge für Chemikalienschutzanzug auf Landkreisebene - 23 Aktive geschult.
Zu gleich zwei Grundlehrgängen luden die Fachbereiche Gefahrgut und Atemschutz des Lkr. Amberg – Sulzbach im September ein.
Unter der Leitung der Kreisbrandmeister Rudolf Kummert (Atemschutz)und Alexander Graf (Gefahrgut) fanden sich 23 Feuerwehmänner aus dem gesamten Landkreis im Gerätehaus Rosenberg ein.
Kreisbrandrat Fredi Weiß zeigte sich stolz und zufrieden.

„Alles ist Gitf und nichts ist Gift- auf die Menge kommt es an“ so dachte bereits Paracelsus und noch heute hat dieser Satz Gültigkeit.
Gefahrguteinsätze gehören „Gott sei Dank“ nicht zu den Alltagsaufgaben der Feuerwehren. Dies heißt jedoch nicht das diese nicht eintreten können. Zunehmende Industrialisierung auch ländlicher Gebiete und dem ansteigenden Transport von Gefährlichen Stoffen und Gütern auf Straße und Schiene lassen die Wahrscheinlichkeit eines Unfalles mit Austritt gefährlicher Substanzen steigen. Um im Ernstfall für diesen Einsatz gerüstet zu sein, bot die Landkreisfeuerwehr den Wehren mit Zusatzausrüstung Gefahrgut, bzw. schwerem Atemschutz im vergangenen Monat zwei Lehrgänge für Chemikalienschutzanzüge, kurz CSA, an.

Unter der Leitung der Fachkreisbrandmeister Rudolf Kummert (Atemschutz) und Alexander Graf (Gefahrgut) fanden sich an beiden Eröffnungsabenden insgesamt 23 Feuerwehrkameraden aus den Wehren:
Sulzbach-Rosenberg, Schnaittenbach,Ensdorf,Neukirchen,Pittersberg,Königstein,Haselmühl, Freudenberg und Ebermannsdorf im Gerätehaus Rosenberg ein.
Fredi Weiß eröffnete in seiner Funktion als Kreisbrandrat jeweils um 19:00 Uhr die Lehrgänge. Weiß unterstrich die Notwendigkeit, aber auch die Belastung dieses Lehrganges. So sei es nicht jedem gegeben eingeengt im Anzug, von der Umwelt abgeschnitten körperliche Schwerstarbeit zu leisten und zu helfen. Um so erfreuter sei er, das sich trotzdem so viele junge Aktive bereit erklärten sich dieser Strapaze zu unterziehen. Nach organisatorischen Hinweisen durch Kummert und Graf stieg man mit dem theoretischen Teil in den Lehrstoff ein. Grundlagen zu Spezialschutzausrüstungen wie CSA Form 2 und 3 und deren Anwendung wurden durch die Ausbilder Rudolf Kummert (FB Atemschutz), Christian Gräßmann, Jochen Sandig und Alex Graf( FB Gefahrgut) ebenso behandelt wie der Sinn, der Zweck und Aufbau einer Reinigungsschleuse, kurz DEKON-Platz.
An Hand von Übungsanzügen wurde das richtige und sichere anlegen beübt. Tricks und kniffe die das Bewegen im schwerem Schutzanzug erleichtern, wurden eingeübt.

Bei beiden Lehrgängen fand man sich Samstag morgens um 09:00 Uhr zum praktischen Teil am Firmengelände der Fa. Stahlgruber/ Sulzbach-Rosenberg ein. Ein Übungsparkur war aufgebaut an dem es galt verschiedene Stationen unter schwerem CSA zu bewältigen. Station eins war dem richtigem Anlegen der Schutzkleidung gewidmet. Bei Station zwei galt es Stoff, bzw Gefahren zu erkunden und Ladepapiere zu bergen und auszuwerten. Durch die eingeschränkte Sicht im Vollschutzanzug eine nicht ganz einfache Aufgabe, Symbole oder UN-Nummern zu lesen, zu erkennen und weiter zu geben. Station drei war der Geschicklichkeit gewidmet. An einem Schieber musste mit Hilfe von vier Schrauben ein Flanschdeckel mit Dichtung angeschraubt werden. Durch das fehlende Feingefühl durch starre Schutzhandschuhe viel es nicht leicht Muttern, Schrauben und Schraubenschlüssel anzusetzen. In der Station vier wurde die körperliche Belastung erprobt. Steckleitern mussten bestiegen werden und aus Gitterpaletten mit Wasserbefüllte 12 l Kanister umgeschlichtet werden, eine schweißtreibende Angelegenheit. Erschwerend kam dazu das bedingt durch den eingeschränkten Luftvorrat der Atemschutzgeräte alle Stationen innerhalb von 20 min abgearbeitet werden mussten. Abschließen hieß es dann wie nach dem Ernstfall „zur Reinigung, durch die Dekontaminationsschleuse“ diese wurde auf zwei Bahnen zum einen durch die Feuerwehren Neukirchen und Königstein und zum anderen durch den ABC-Zug der FF Sulzbach durchgeführt.

Gereinigt, entkleidet und doch etwas geschwächt fanden sich die Lehrgangsteilnehmer zur Abschlussbesprechung im Gerätehaus Rosenberg ein. Lehrgangsleiter Rudi Kummert zeigte sich zufrieden mit der abgelegten Leistung. Der Lehrgang sei, ohne Probleme abgelaufen so Kummert. Es sei wichtig das auf Landkreisebene alle den selben Wissens- und Ausbildungsstand haben. Auch KBM Alexander Graf gratulierten den neuen CSA-Trägern und wünschte stehts gesunde Heimkehr von den Einsätzen. Die Lehrgangsurkunden konnten an alle Lehrgangsteilnehmer überreicht werden. KBR Fredi Weiß und KBI Hubert Blödt dankte den Fachbereichen sowie den Feuerwehren Rosenberg, Sulzbach , Neukirchen und Königstein sowie der Fa. Stahlgruber für ihre Unterstützung ohne diese eine derartige Ausbildung nich möglich wäre.
„Helfen in Not ist unser Gebot“ mit diesen Worten schlossen die Verantwortlichen am Samstagnachmittag die Zusatrzausbildung CSA.

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"Bei zwei Grundlehrgängen bildete die Landkreisfeuerwehr 23 Feuerwehrmänner zum CSA-Träger erfolgreich aus“