Symposium für über 200 Feuerwehfrauen und -männer

Über 200 Feuerwehrfrauen und -männer bildeten sich beim diesjährigen Feuerwehrfachsymposium des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach in der Auerbacher Helmut-Ott-Halle fort. Auch für die Ersthelfergruppen im Landkreis gab es einen Workshop.



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Kreisbrandrat Fredi Weiß konnte pünktlich um neun Uhr die Teilnehmer der Veranstaltung willkommen heißen. Weiß bedankte sich bereits eingangs bei allen beteiligten für die Organisation. Federführend dankte er Fach-Kreisbrandmeister Ausbildung Alexander Zeitler. 2. Bürgermeister Norbert Gradl der Stadt Auerbach begrüßte alle Anwesenden im Norden des Landkreises. Er freute sich, dass der Kreisfeuerwehrverband die Auerbacher Halle für das diesjährige Symposium auserwählte.


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Herr Marco Migliaccio, Geschäftsführer von MST Safety UG sprach über Atemschutznotfälle und wie man darauf vorbereitet sein soll. Anhand eines Einsatzes erklärte er Details was bei einem Atemschutzeinsatz sehr wichtig sei. Denn bei diesem Einsatz kam leider ein Feuerwehrkamerad ums Leben, der nicht nach den Regeln des Atemschutzes gehandelt hatte. Robin Piper referierte über Tiefbauunfälle. Wie schnell geht es, man steigt in eine Grube und sichert diese nicht richtig. Dann kommt die Feuerwehr und findet jemanden verunfallt in einer verschütteten Grube vor. Was ist dann zu tun? Dies konnte Piper in einer knappen Stunde gut vermitteln. Dies in der Praxis zu beüben dauert logischerweise länger.

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Brandoberinspektor Carsten Höfer im Berufsleben bei der Berufsfeuerwehr München brachte den Anwesenden das Thema „Hygiene im Feuerwehreinsatz“ nahe. Mit den Fragen „Wie oft wird die Schutzkleidung gewaschen? Wo bewegt ihr euch alles mit der dreckigen Kleidung“, stieg Höfer in das Thema ein. Er sensibilisierte die Teilnehmer, dass dies etwas sehr Wichtiges im Einsatzdienst ist und man dies nicht vernachlässigen sollte. Nach der Mittagspause konnte man Michael Wirth von der Feuerwehr Weiden i.d.Opf. herzlich Willkommen, heißen. Wirth war bei dem ABC-Alarm in Weiden Anfang dieses Jahres ersteintreffender Gruppenführer. Für ihn war es ein besonderer Einsatz, denn eingangs wusste keiner so recht was sich in dem Lokal abspielte. Wirth erklärte seine Vorgehensweise zusammen mit den anderen BOS-Einheiten. Als letzten Referenten konnte man Kreisbrandinspektor Anton Brandner aus dem Berchtesgadener Land herzlich willkommen heißen. Brandner war dort der Örtliche Einsatzleiter beim Starkregenereignis 2021. Bereits eine Woche vor diesem Ereignis hatten die Feuerwehren im Berchtesgadener Land mit Überschwemmungen zu kämpfen, welche aber bei weiten nicht dieses Ausmaß hatten. Brandner erklärte ihre Arbeitsweise im Stab und die Vorgehensweise mit den Gemeinden und Feuerwehren im Schadensgebiet. Im Außenbereich fand eine Blaulichtmeile mit den neuesten Fahrzeugen und Ausrüstungen der Feuerwehren im Landkreis Amberg-Sulzbach statt, ebenso konnte man im Eingangsbereich eine kleine Messe mit Feuerwehrausrüstung, -bekleidung und -ausstattung statt.

Zum Abschluss dankte Organisator Alexander Zeitler allen Referenten, sowie der Kreisbrandinspektion und der Feuerwehr Auerbach.

Workshop für First Responder

Leitender Oberarzt Jens Schlör von der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Ravensburg bat für die Ersthelfergruppen im Landkreis Amberg-Sulzbach einen Workshop an. „Traumaversorgung bei einem Verkehrsunfall“ – ein sehr interessantes Thema mit dem sich die Ersthelfer immer mehr auseinandersetzen müssen. Jens Schlör stellte wichtige Punkte dazu vor und zeigte auch ein paar praktische Beispiele. Die Ersthelfergruppen im Landkreis werden immer mehr und sind auch nicht mehr weg zu denken. Denn sie treffen meist vor dem Rettungsdienst ein und können erste Maßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes treffen.

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Text und Bilder: KBM Florian Schlegel