Feuerwehr Steiningloh-Urspring ehrt langjährige Mitglieder

Die Rückblicke von Vorstand Michael Pfab und Kommandant Ludwig Fischer sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Steiningloh-Urspring.

Wie gewohnt wurde die Veranstaltung als Kameradschaftsabend gestaltet. Die Berichte des Vorstands wie des Kommandanten zeigten, dass die Corona-Pandemie das Leben und die Aktivitäten der Wehr seit der letzten Jahreshauptversammlung am 28. Februar 2020 spürbar gehemmt hat. Vorstand Pfab bedauerte, dass die Stodlkirwa wieder nur in kleinem Rahmen abgehalten werden konnte. Alle anderen geplanten Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Auch die Auslastung des Gemeinschaftshauses habe darunter gelitten. Es sei achtmal für Geburtstage und Hochzeiten gebucht worden. Außerdem hätten dreizehn dorfinterne Veranstaltungen stattgefunden. Veranstalter seien neben der Feuerwehr z.B. die Jagdgenossenschaft und die Dorfgemeinschaft gewesen. Pfab hoffte, dass die für das kommende Jahr geplanten Veranstaltungen durchgeführt werden können. Die Feuerwehr habe sich mit einem Arbeitseinsatz an der Hilfsaktion für die Familie Eierer beteiligt, zu der ein Dorfbewohner aufgerufen hatte.

Kommandant Ludwig Fischer beklagte, dass wegen Covid 19 monatelang keine Präsenzübungen abgehalten werden konnten. Erst seit Juli sei man wieder aktiv. Der Neustart sei ausgezeichnet gelungen. Zwei Gruppen hätten umgehend mit den Übungen zum Erwerb der Leistungsabzeichen begonnen. Das Üben habe sich gelohnt. Alle 17 Teilnehmer*innen hätten die Prüfungen erfolgreich absolviert. Ihnen wurden die Abzeichen im Verlauf der Veranstaltung überreicht. Erfreulich sei die Anschaffung eines Defibrillators, der seit Juni am Gemeinschaftshaus angebracht ist. Die Kosten in Höhe von ca. 2 600 Euro habe die Stadt Hirschau übernommen. Man überlege, das Gerät bei Einsätzen mitzunehmen, auch zu Festen, wenn diese wieder möglich sind.

Gemeinsam mit Bürgermeister Hermann Falk nahmen Vorstand Michael Pfab, Kommandant Ludwig Fischer und 2. Kommandant Josef Giehrl die Ehrungen langjähriger Mitglieder vor. Als Dank für ihre Treu wurden mit Urkunden ausgezeichnet für 40 Jahre Erich Stauber, für 45 Jahre Ludwig Fischer, Josef Dotzler und Hans Wagner, für 50 Jahre Johann Amann, Johann Fischer und Georg Kummer, für 55 Jahre Georg Fischer, Ludwig Kummer und Karl Silbermann sowie für 60 Jahre Anton Hofmann. Die Ehrungen von Gerhard Pfab für 40 Jahre aktiven Dienst sowie von Matthias Fischer und Tobias Kummer für 25 Jahre aktiven Dienst wird Landrat Richard Reisinger vornehmen.

Bürgermeister Hermann Falk unterstrich die Bedeutung der kleinen Ortsfeuerwehren. Die Wehr in Steiningloh-Urspring zeichne sich durch vorbildlichen Kameradschaftsgeist und die Bereitschaft zur Weiterbildung aus. Er wisse die Leistungen der Aktiven sehr wohl zu schätzen. Die Feuerwehr könne sich auch in Zukunft auf seine persönliche Unterstützung verlassen.

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Ein Höhepunkt des Kameradschaftsabends der Freiwilligen Feuerwehr Steiningloh-Urspring war die Ehrung langjähriger Mitglieder.
V. l: 2. Kommandant Josef Giehrl, 1. Vorstand Michael Pfab, 2. Vorstand Tobias Kummer, Georg Kummer, Johann Fischer, Johann Amann,
Georg Fischer, Erich Stauber, 1. Kommandant Ludwig Fischer und Bürgermeister Hermann Falk.

Mehrere Auszeichnungen bei Dienstversammlung in Steiningloh

Dieter Graf (Feuerwehr Seugast) wurde mit dem Ehrenkreuz in Silber des Landesfeuerwehrverbandes Bayern ausgezeichnet.


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Was wäre wenn, ...


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Viel Freizeit geopfert für Aus- und Weiterbildung

Steiningloh. (u) Bei der Freiwilligen Feuerwehr Steiningloh-Urspring werden Aus- und Weiterbildung der Aktiven groß geschrieben. Eindrucksvoll belegte dies der Bericht von Kommandant Ludwig Fischer beim Kameradschaftsabend im Kirwastodl.

Vorstand Sebastian Lobenhofer zeigte sich hoch erfreut, zu der gut besuchten Veranstaltung Bürgermeister Hermann Falk, dessen Stellvertreter Josef Birner, Kreisbrandinspektor Martin Schmidt und Kreisbrandmeister Marco Weiß begrüßen zu können. Ihren Besuch wertete er als Zeichen der Wertschätzung, die die Wehr genießt. Bevor Kommandant Ludwig Fischer das zu Ende gehende Jahr per PowerPoint-Präsentation Revue passieren ließ, galt es mit Georg Pfab und Ernst Stauber zwei verdiente Feuerwehrleute zu ehren. Georg Pfab gehört der Wehr seit 25 Jahren an, Ernst Stauber bereits seit 50 Jahren. Er trat als 16-Jähriger der aktiven Wehr bei, gehörte in jungen Jahren zu ihrer Fahnenabordnung und legt während seiner langjährigen aktiven Zeit verschiedene Leistungsabzeichen mit der Höchststufe Gold ab. Auch heute noch, so Fischer, sei Stauber zur Stelle, wenn seine Hilfe gebraucht wird.

Mehr als zufrieden zeigte sich Fischer mit der Bereitschaft der aktiven Mitglieder, sich an den insgesamt zehn Übungen sowie den Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zu beteiligen. So haben Antonia Stauber, Benedikt Lederer, Peter Pfab und Jakob Stauber von Februar bis April in Freudenberg an der Truppmannausbildung teilgenommen, Letzterer außerdem im Oktober in Rosenberg an der Maschinistenausbildung. Zum Dank dafür, dass er heuer alle Kurse und Leistungsabzeichenprüfungen erfolgreich absolviert hat, bedachte ihn der Kommandant mit einem kleinen Präsent. Insgesamt 16 Aktive legten 2019 Leistungsabzeichenprüfungen mit Erfolg ab. Benedikt Lederer und Antonia Stauber in Stufe 1 (Bronze), Jakob Stauber in Stufe 2 (Silber), Andreas Fischer, Marie Giehrl, Julia Giehrl, Peter Pfab und Quirin Stauber in Stufe 3 (Gold), Christina Pfab und Kathrin Fischer in Stufe 4 (Gold blau), Tobias Lobenhofer, Heike Giehrl, Martin Amann und Matthias Fischer in Stufe 5 (Gold grün) sowie Michael Pfab und Sebastian Lobenhofer in Stufe 6 (Gold rot). Mit Fotos erinnerte Fischer an die drei Einsätze, zu denen man 2019 ausrücken musste. Am 22. Februar sei man zu einem LKW-Unfall bei Steiningloh gerufen worden, am 3. Juli zu einem Verkehrsunfall bei Urspring und am 9. November zu einem PKW-Brand bei Urspring. Jedes Mal sei die Wehr schnell am Einsatzort gewesen und habe umsichtiges Handeln bewiesen. Fischer appellierte an alle, weiterhin bei der Stange zu bleiben. Jeder werde gebraucht. Jeder könne in eine Notfallsituation geraten. Dann sei er froh, wenn ausgebildete ehrenamtliche Helfer kommen.

Dies unterstrich Bürgermeister Hermann Falk in seinem Grußwort. Er lobte die Bereitschaft der Aktiven zur Weiterbildung und versicherte der Feuerwehr weiterhin seine persönliche Unterstützung. KBI Martin Schmidt lobte die Geschlossenheit der Feuerwehr Steiningloh-Urspring. Er wisse die Leistungen der Aktiven sehr wohl zu schätzen. Sein besonderer Dank galt den beiden Kommandanten Ludwig Fischer und Josef Giehrl. Sie seien Garanten für eine gute Ausbildung ihrer Leute.

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Ein Höhepunkt des Kameradschaftsabends der Freiwilligen Feuerwehr Steiningloh-Urspring war die Ehrung von Ernst Stauber (4.v.l.) für 50-jährige Mitgliedschaft.
Dazu gratulierten ihm v. r. KBM Marco Weiß, KBI Martin Schmidt, 1. Bgm. Hermann Falk, 2. Bgm. Josef Birner und 1. Kommandant Ludwig Fischer.
V. l.: 2. Vorstand Michael Pfab, 2. Kommandant Josef Giehrl und 1. Vorstand Sebastian Lobenhofer.

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Jede Menge Anerkennung gab es für die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Steiningloh-Urspring beim Kameradschaftsabend im Kirwastodl. Mit ihnen im Bild v. r.: 1. Bürgermeister Hermann Falk, KBM Marco Weiß und KBI Martin Schmidt. V. l.: 1. Kommandant Ludwig Fischer, 2. Bürgermeister Josef Birner, 2. Kommandant Josef Giehrl, 1. Vorstand Sebastian Lobenhofer und 2. Vorstand Michael Pfab.

Feuerwehrjugend im 24-Stunden Dauereinsatz

Freihung - Seugast - Thansüß. Für einen Tag und eine Nacht verwandelte sich das Feuerwehrgerätehaus Freihung in eine „Feuer- und Rettungswache“, denn dort bezogen die Aktiven aus den Reihen der Jugendfeuerwehren Freihung, Seugast und Thansüß Quartier. Auf dem Programm stand für den Feuerwehr-Nachwuchs der diesjährige „Berufsfeuerwehrtag“. Zum ohnehin gut gefüllten Übungsplan der Jugend gehört dieser Tag im Jahresverlauf und ist dabei zweifelsohne einer der absoluten Höhepunkte. Nach der Einweisung in die Hausregeln, dem Fahrzeugcheck und der Gruppeneinteilung ließ der erste Einsatz nicht lange auf sich warten. Gemeldet wurde ein Tier in Notlage im Ortsteil Thansüß. Über Arbeit konnten sich die Jugendfeuerwehrleute auch anschließend nicht beklagen. Einsätze im Bereich der technischen Hilfeleistung und natürlich Brandeinsätze mussten abgearbeitet werden. So ein Flächenbrand am Fußballplatz in Seugast. Ebenfalls aus Seugast ging ein Notruf mit dem Meldebild „austretendes Gas – eine verletzte Person“ ein. Kreisjugendwart Sven Schmidt besuchte bei dieser Übung den Nachwuchs. Auch Kreisbrandinspektor Martin Schmidt stand den Jugendlichen bei einigen Einsätzen als Beobachter und Ratgeber zur Seite. Mit dem Alarmwort „vermisste Person am Strobelweiher“ begann die aufwendigste Übung des Tages. Gemeinsam mit der Wasserwacht Vilseck rückten sie zu dem fingierten Einsatz nach Freihungsand aus. Aufgrund der dramatischen Lage vor Ort, welche durch die Darsteller hervorgehoben wurde, zeigte sich dieser Ablauf als besonders aufregend für die jugendlichen Einsatzkräfte. Die Personenrettung aus dem Weiher erfolgte durch die Wasserretter und deren Rettungsboot. SEG-Leiter Christian Kurz der Wasserwacht und der Einsatzleiter der Feuerwehr koordinierten die Personensuche im Wasser sowie im Uferbereich. Die Übung zeigte den Anwesenden wie wichtig die Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungsorganisationen sei. Die Örtlichkeit für dieses Einsatzszenario stellte dankenswerterweise die Firma Strobel Quarzsand zur Verfügung. Bei einem weiteren Einsatz befreiten die jungen Kameradinnen und Kameraden einen verunfallten Landwirt, welcher unter seinen Traktor-Anhänger geriet, mit Druckluft-Hebekissen. Die Helfer vor Ort Gruppe aus Kaltenbrunn übernahm hierbei die Betreuung und qualifizierte Erstversorgung des Patienten. Nach diesem Einsatz wurde der eingerichtete Schlafraum bezogen. Die Nachtruhe wurde jedoch um 04:27 Uhr von einem realen Einsatz unterbrochen, zu welchem die erwachsenen Feuerwehrdienstleistenden mit den Einsatzfahrzeugen ausrückten. Beim Berufsfeuerwehrtag geht es neben dem Training und dem Aneignen von Routine vor allem darum, den Jugendlichen zu zeigen, wie die Arbeit von Berufsfeuerwehrleuten aussieht. Dazu gehört auch die so genannte Freizeit, welche die 12 Berufsfeuerwehrler dieses Tages mit dem Bau eines Schwimmbeckens, dem Spiel Twister, Monopoli und einer Runde Fußball verbrachten. Dank der Jugendwarte aus Freihung, Martin Böhm und Michael Kummer, aus Seugast, Fabian Prösl und aus Thansüß, Marie-Sophie Blind und Vanessa Braun sowie der zahlreichen Helfer, welche die Organisation und den Ablauf dieser 24-Stunden-Übung in die Hand nahmen, konnten die Jungfeuerwehrleute einen spannenden und sehr lehrreichen Tag verbringen.

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Die Jugendfeuerwehrler und Ihre Jugendwarte, die Wasserwacht Vilseck, sowie zahlreiche Helfer waren beim diesjährigen Berufsfeuerwehrtag im Einsatz.