Neues Löschgruppenfahrzeug für die Edelsfelder Floriansjünger

Freude bei den Floriansjüngern in Edelsfeld. Sie konnten am frühen Donnerstagabend ihr neues Löschgruppenfahrzeug am Gerätehaus willkommen heißen. Gleich in den kommenden Wochen finden die ersten Übungen statt, um das neue LF10 schnell in Dienst stellen zu können.

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Abgeholt wurde der neue Stolz der Wehr bei der Firma Rosenbauer im brandenburgischen Luckenwalde nahe Berlin. Dort erhielt das Fahrgestell der Euro 5 Klasse von MAN seinen feuerwehrtechnischen Aufbau. Die feuerwehrtechnische Beladung dorthin lieferte die Firma Ludwig aus Bayreuth. Kommandant Markus Luber und seine Kameraden Valentin Grädler, Horst Zagel und Walter „Beiler“ Pilhofer wurden am Mittwoch und Donnerstagvormittag im Werk des Herstellers intensiv eingewiesen, um nun ihr Wissen an die Kameraden weitergeben zu können. Anschließend machten sie sich auf den knapp 400 Kilometer langen Heimweg. Gespannt warteten am frühen Abend einige Kameraden der aktiven Wehr sowie alle Fahrzeuge der Ortsteilwehren Sigras, Steinling und Weißenberg bereits vor dem Gerätehaus und begrüßten den "Neuzugang" mit Applaus. Zum Empfangskomitée gehörten auch Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl, die Gemeinderäte Rainer Luber, Richard Winter und Alexander Luber, sowie die Landkreisführungskräfte um Kreisbrandinspektor Hans Sperber und Kreisbrandmeister Christian Meyer. Auch die beiden ehemaligen ersten Kommandanten, das Brüderpaar Alois und Franz Schuster, waren bei der Ankunft selbstverständlich dabei.

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Im neuen Löschfahrzeug können außer dem Fahrer acht Personen mitfahren. Die Schutzausrüstung für den Atemschutz ist im Mannschaftsraum untergebracht. Das Auto hat einen 2000-Liter-Wassertank und ist 290 PS stark. Ausgestattet ist es unter anderem mit einem Lichtmast zum Ausleuchten der Einsatzstelle und einer Pumpanlage, die 3000 Liter Wasser pro Minute fördern kann. Das ist neue für die Edelsfelder Wehr und endlich auch ein zeitgemäßer Fortschritt. Das bisherige LF8 führte nämlich kein Wasser mit. Ebenfalls integriert ist ein Stromerzeuger. "Das Fahrzeug ist sowohl für den Löschangriff als auch für die technische Hilfeleistung ausgelegt und äußert umfangreich beladen", freuten sich die beiden Kommandanten. Einige Gerätschaften wurden aus dem Vorgängerfahrzeugübernommen. Das moderne Auto findet im Gerätehaus Platz neben dem Tragkraftspritzenfahrzeug. Ab 2025 wird es nach dem Zusammenschluss aller Wehren innerhalb der Gemeinde der dann gemeinsamen Gemeindefeuerwehr dienen.

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Der Funkrufname für das neue Fahrzeug lautet "Florian Edelsfeld 43/1" und ähnelt damit dem Kennzeichen „AS-FE 431“, welches man im Juli reservierte. Eine zehnköpfige Gruppe um die beiden Kommandanten und Mitglieder aller Ortswehren hat das Fahrzeug nach den Bedürfnissen der Feuerwehr Edelsfeld konfiguriert. Vergeben wurden die Aufträge Anfang 2020. Insgesamt kostet das neue Fahrzeug rund 402 000 Euro. Abzüglich der Zuwendungen vom Freistaat Bayern in Höhe von 73.500 Euro und dem Landkreis Amberg-Sulzbach in Höhe von 25.725 Euro zahlt die Gemeinde Edelsfeld als Sachaufwandsträger knapp 303 000 Euro. Abgelöst wird durch die Investition das bisherige Löschgruppenfahrzeug LF8. Dieses weist immerhin ein stolzes Alter von 32 Jahren auf und hat sich die Feuerwehrrente verdient.

Bilder und Text: Jürgen Leißner