Ära Franz und Alois Schuster nach 30 Jahren zu Ende

Feuerwehr Edelsfeld wählte neues Kommandantenduo. Nach 24 Jahren stellte sich Alois Schuster nicht nochmals zur Wahl.

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24 Jahre lang war Alois Schuster der erste Kommandant der Floriansjünger aus Edelsfeld. Er führte die Aktiven in ihre Einsätze und bereitete unzähligen Übungen vor. Vor ihm hatte den Posten des ersten Kommandanten sein Bruder Franz Schuster sechs Jahre lang inne. Damit endete die Ära Schuster nach nun insgesamt drei Jahrzehnten. Nun treten Markus Luber als erster Kommandant und Christian Grädler als sein Stellvertreter die Nachfolge an. Das ergaben die Neuwahlen bei der Dienst- und Jahreshauptversammlung. Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl bedankte sich im Namen der Gemeinde recht herzlich für die Verdienste von Alois Schuster um die Edelsfelder Wehr und die stets gute und freundschaftliche Zusammenarbeit. Als Zeichen der Anerkennung übergab er an den scheidenden Kommandanten eine Aufmerksamkeit der Gemeinde.

In seinem letzten von insgesamt 24 Berichten blickte Alois Schuster auf 13 Alarmierungen im vergangenen Jahr. Sie gingen auf Verkehrsunfälle, Ölspuren oder Bäume auf Fahrbahnen zurück. Als außergewöhnliches Ereignis blieb eine Tierrettung in Erinnerung. Ein Rehbock hatte sich in einem Zaun verfangen und musste befreit werden. Zur Zeit bilden 50 Aktive und 59 Passive die Feuerwehr Edelsfeld. In die Aktive Wehr stießen zudem letztes Jahr vier neue Kameraden. 743 Kilometer legten sie mit den Feuerwehrfahrzeugen zu den Einsätzen, Übungen und Fahrten zur Feuerwache nach Amberg zurück.

Die Gruppe Atemschutz verzeichnete mit zwei weiteren Mitgliedern personellen Zuwachs. Ihren Übungsbetrieb stoppte Corona zeitweise allerdings. 2021 werden sowohl neue Atemschutzgeräte als auch das neue Löschgruppenfahrzeug LF10 in Edelsfeld erwartet. Ein Meilenstein für die Edelsfelder Wehr. Der neueste Stand der Technik und endlich ein wasserführendes Fahrzeug, das alles vereint das neue Auto. Es löst das in die Jahre gekommene LF 8 ab. Das neue Fahrzeug soll im September bei der Firma Rosenbauer in Luckenwalde abgeholt werden. Die Indienststellung soll so schnell wie möglich erfolgen. Bevor dies erfolgen kann, werden alle Kameraden in das neue Fahrzeug eingewiesen. Trotz des Lockdowns absolvierte die Jugendgruppe zwei Übungen vor Ort und einen Funklehrgang, für den es während der Versammlung die Urkunden gab. Neumitglieder für die Jugend konnten während Corona leider keine gewonnen werden. Alle Veranstaltungen zur Nachwuchsgewinnung mussten abgesagt werden.

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Sandra Schuster informierte stellvertretenden für den Leiter Manfred Rupprecht, der sich im Katastropheneinsatz in Ahrweiler befand, über die Arbeit der First Responder. Sie eilten 53 Patienten zu Hilfe, davon 34 mit Notarzt. Unter dem Strich standen 2385 Einsatzminuten. Ein weiteres Mitglied kam nach 80 Stunden Ausbildung dazu.

Gesellschaftlich nicht viel zu berichten gab es für den Vorsitzenden Alexander Luber. Der traditionelle Kappenabend im Cafe Heldrich konnte noch abgehalten werden. Alle anderen Veranstaltungen vielen Corona zum Opfer. Der alljährliche Jahreshighlight die Niederärndter Kirwa fiel aus. Auch in diesem Jahr ist ihr aus beschlossen. Die Wehr organisiert Vereinsintern eine kleine Ersatzveranstaltungen für alle Helferinnen und Helfer. Für das 150-jährige Jubiläum der Wehr im Jahr 2024 wurde ein Festausschuss gebildet.  

Seitens der Landkreisführungen waren Kreisbrandinspektor Hans Sperber und zu seinem Heimspiel Kreisbrandmeister Christian Meyer der Einladung der Wehr nachgekommen. Sperber bedankte sich für die jahrelange gewohnt gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit mit Alois Schuster und wünschte dem neuen Führungsduo allzeit eine glückliche Hand.

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Auch beim Feuerwehrverein standen Neuwahlen an. Zum Wahlleiter wurde Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl berufen. Die nächsten Jahre steht weiter Alexander Luber aus Bernricht an der Spitze des Vereins. Im beiseite steht mit Walter Pilhofer ein neuer zweiter Vorstand. Die Kasse führen Stefan Haas und Sonja Mutzbauer. Das Schwesternduo Melanie und Alexandra Stich sind die künftigen Schriftführerinnen. Als Beisitzer tätig sind Robert Schwabe und Sandra Schuster. Geprüft werden die Finanzen von Horst Kölbel und Markus Rupprecht.

Bilder und Text: Jürgen Leißner