Virtueller Einsatz geprobt

Kein Einsatz der Feuerwehr gleicht dem anderen und oft sind es die Entscheidungen der Führungskräfte an der Einsatzstelle zur richtigen Wahl der Einsatztaktik.

2021 06 09 virtuellFreudenberg

Entscheidungen sind richtungsweisend für das Endergebnis und abschließend stellt sich heraus ob Personen gerettet und Sachgut geschützt werden konnte. Genau um diese Entscheidungen richtig zu Treffen ging es in einer „neuen“ Art der Gruppenführerausbildung.

Die Kreisbrandinspektion Amberg-Sulzbach hat sich mit großzügiger Unterstützung der Versicherungskammer Bayern ein hochwertiges Computersystem mit einer komplexen Software angeschafft, wo der Teilnehmer virtuell in unterschiedliche Einsatzszenarien eintauchen kann.

Innerhalb von zwei Stunden galt es im Unterrichtsraum der Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf drei unterschiedliche Einsatzszenarien zu erkunden. Nach der abgeschlossenen Erkundung mussten Entschlüsse gefasst werden, aus denen sich folglich Maßnahmen ergeben. 

Ein Zimmerbrand mit Menschenrettung, ein Garagenbrand mit gefährlichen Stoffen und ein Verkehrsunfall mit verletzten Personen mussten durch die Gruppenführer virtuell und in Papierform durchlaufen und abgearbeitet werden. Moderiert wurde die Ausbildung durch die Initiatoren des Projekts, die drei Kreisbrandmeister Michael Iberer, Thorsten Jobst und Alexander Zeitler.

Kommandant Armin Daubenmerkl zeigte sich begeistert, dass zum technischen Fortschritt in die Fahrzeug- und Feuerwehrtechnik nun auch die Ausbildung einen Fortschritt findet und die analoge Ausbildung dadurch ergänzt. Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kreisbrandinspektor Hubert Blödt  sowie Kreisfeuerwehrarzt Marc Bigalke interessierten sich auch an dem Pilotlehrgang bei der Feuerwehr in Freudenberg-Wutschdorf und richteten Worte für eine zukunftsweisende Ausbildungsmöglichkeit an die Teilnehmer und überreichten anschließend die Teilnehmerurkunde.

Bericht und Bild: KBM Armin Daubenmerkl (1. Kommandant Freudenberg-Wutschdorf)