Grundlagenschulung für Vegetationsbrände

Bei der Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf fand zusammen mit @fire eine Schulung statt.



Das Internationale Katastrophenschutzteam @FIRE ist führender Speziallist in der „Flächen- und Vegetationsbrandausbildung“ im deutschsprachigen Raum, weshalb wir deren langjährige Erfahrung in unsere Ausbildung einfließen lassen wollten und das Team um Thorsten Sprenger zu uns holten.

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Flächenbrände fordern die Feuerweheren jährlich, jedoch ist der Schaden an einem abgebrannten Getreidefeld nicht so hoch wie das Menschenleben und die Technik, die oft dafür eingesetzt wird. Im Jahr 2017 entstand in Deutschland ein Schaden an abgebrannten Feldern von ca. 300.000 Euro. Wenn man diesen Schaden aus ganz Deutschland zum Verhältnis gegen den Wert der Einsatzfahrzeuge stellt und das Risiko für die Mannschaft der schnellen Brandausbreitung durch dynamischen Winde und der Vegetationsbeschaffenheit, muss hier an der Taktik umgedacht werden, denn ein Löschfahrzeug kostet oftmals um die 400.000 Euro und ein Leben ist mit nichts zu ersetzen.

Im dreistündigen Theorieblock in der Fahrzeughalle in Freudenberg wurden unter der Berücksichtigung der aktuellen Hygieneregeln unterschiedliche Themen behandelt. Angefangen von der Veränderung des Klimas und deren Auswirkung auf die Brände und die Vegetation, der Umgang mit Handwerkzeugen und deren Effektivität, das richtige und vor allem sichere Vorgehen bei Vegetationsbränden und vieles mehr.

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Nach der Mittagspause ging es dann auf ein bereits abgeerntetes Feld nach Wutschdorf. In den Stationsausbildung wurde der Pump an Roll Betrieb (Wasserabgabe während der Fahrt) beübt, an der nächsten Station wurde das Feuer nur mit Handwerkzeugen (McLeod Tool, Pulasky Axt, Löschrucksack) bekämpft. An der letzten Station wurde eine fortführende Wasserleitung mittels D-Schläuchen geübt und wie diese sicher verlegt werden kann.

Bei der Abschlussübung galt es dann das erlernte eigenständig umzusetzen und die Ausbilder hielten sich im Hintergrund. Dabei wurde ein Flächenbrand entzündet welcher sich in der leichten Hanglage und dem Wind in nur kurzer Zeit auf ca. 10.000 m² ausbreitete. Auf der einen Seite bekämpften die Einsatzkräfte mit Handwerkzeugen das Feuer, während parallel mit dem Löschfahrzeug (LF20KatS) und zwei angekuppelten D-Rohren die Brandbekämpfung durchgeführt wurde.

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Das Resümee bei der Abschlussbesprechung war durchweg positiv und so bleibt der kurzweilige Samstag mit imposanten und lehrreichen Eindrücken in Erinnerung.

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Ausbildern von @Fire, allen voran an Thorsten Sprenger. Ebenso gilt ein Dank den Pressevertreter der Amberger Zeitung Uli Piehler (LINK: Bericht ONETZ) , dem Bayerischen Rundfunk und Markus Raum, unserem Bürgermeister Alwin Märkl für die Möglichkeit der Ausbildung und der Feuerwehr Hirschau. Der größte Dank gilt allen Teilnehmern und Helfern in den Reihen der eigenen Feuerwehr, die abermals einen Samstag für unsere Mitbürger geopfert haben. 

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Bilder: Markus Raum und Armin Daubenmerkl
Text: Armin Daubenmerkl