Gefahrgutausbildung in Illschwang

Fachbereich schult aktive – DEKON-Platz errichtet


„Alles ist Gift und nichts ist Gift, auf die Menge kommt es an“
Mit den Worten Paracelsus konnte KBM Alexander Graf (Leiter Fachbereich Gefahrgut) die Tagesschulung für die FF Illschwang eröffnen.
Unter der Leitung der beiden Kommandanten Karl Burger und Thorsten Jobst fanden sich rund 20 Aktive der FF Illschwang im Gerätehaus ein um sich an einem Samstag der Grundausbildung zum Gefahrguteinsatz zu unterziehen.

Eine Schulung, die, so Kommandant Burger, auf Grund der Autobahn nähe notwendig und nützlich sei.
Diese Schulung die vom Landkreis seit 2006 angeboten wird beinhaltet einen theoretischen und einen praktischen Teil.
KBM Graf ging Anfangs auf die Grundsätze und Tücken des Gefahrguteinsatzes ein. Durch die Ausbilder Markus Held und Armin Buchwald wurde zunächst das am Standort vorgehaltene Gasmessgerät erklärt und beübt. Eigenschaften, Umgang und Eigenheiten von Chemikalien Schutzanzügen standen ebenso auf dem Programm.

Hauptaugenmerk war jedoch die Dekontamination von verunreinigten Einsatzkräften.
Das wichtigste beim Einsatz von Gefährlichen Stoffen, um eine Verschleppung von Gefahrstoffen zu vermeiden.
Grundsätze und die Durchführung eines so genannten Dekontaminations-Platzes wurden theoretisch den Wehrmännern nahe gebracht.
Nach einer kurzen Mittagspause konnte das erlernte auf dem Schulparkplatz praktisch umgesetzt werden.
Mit vorhandenem Gerät galt es zunächst die Absperrgrenzen für den Gefahrenbereich festzulegen um danach die eigentliche Waschstelle mit Hilfe von Folien, Steckleitern, Absperrpillonen sowie D-Strahlrohr und Waschbürste zu errichten.
Das „Waschpersonal“, ausgerüstet mit leichtem CSA und Mehrbereichsfilter hatte nun die Aufgabe die im Ernstfall im Gefahrenbereich arbeitenden Kameraden mit ihren schweren Vollschutzanzügen zu reinigen.

Eine schweißtreibende und aufwendige Angelegenheit. Da muss jeder Handgriff sitzen.
In der abschließenden Manöverkritik bescheinigte der Fachbereich Gefahrgut der FF Illschwang eine sauberer und disziplinierte Übung. Die Kommandanten dankten den Ausbildern und ihren Aktiven für den informativen Schulungstag und hofften das dies in Zukunft alles nur Übung bleibe.

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Gefahrgutschulung in Neukirchen

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FF Ursensollen für ABC-Einsatz geschult

Im Rahmen der Jahresausbildung 2011 „Gefahrguteinsatz“ lud die FF Ursensollen unter Leitung der beiden Kommandanten Thorsten Michel und Bernhard Gram II ihre Aktiven zu einer Tagesschulung ins Gerätehaus.Neben der Modulausbildung, zugeschnitten für die jeweilige Größe und Einsatzstärke einer Feuerwehr,
bietet der Fachbereich Gefahrgut des Landkreises Amberg – Sulzbach auch eine Tagesschulung an.
KBM Alex Graf konnte als Leiter des Fachbereiches am Samstag Vormittag die Veranstaltung eröffnen.
Auf dem Lehrplan standen zunächst Einweisung und Auffrischung zum Thema „Gefährliche Stoffe und Güter“ anschließend Grundkenntnisse zum Thema „Messen“ sowie der Umgang mit dem am Standort vorgehaltenen neuem Gas- und EX /OX Messgerät.
Die Beschaffenheit und das Verhalten eines Chemikalienschutzanzuges wurde ebenfalls erläutert. Nach einer kurzen Pause wurden Einsatzstellenhygiene und der Aufbau eines Reinigungsplatzes für kontaminierte Einsatzkräfte anhand eines theoretischen Unterrichts behandelt.
Die Ausbilder Alex Graf, Markus Held, Christian Gräßmann und Jochen Sandig verwiesen dabei auf die Notwendigkeit einer ruhigen und besonnenen Arbeit.
Bei einem Einsatz mit gefährlichen Stoffen sei überlegtes und organisiertes vorgehen der Schlüssel zum Erfolg.

Nach einem Mittagessen wurde ein gedachter Schadensfall mit austretender ätzender Flüssigkeit angenommen. Aus einem undichten Flansch trat diese aus, so das Übungsszenarium.
Hauptaugenmerk für die örtlich zuständige Wehr, in diesem Fall Ursensollen, liegt zunächst im Absichern und Absperren der Einsatzstelle und des Gefahrenbereiches mit Flatterband und Hinweisschildern.
Für den Brandschutz sollen Löschmittel in dreifacher Form, Wasser, Pulver, Schaum in Bereitstellung stehen.
Um den anrückenden Spezialkräften wie den ABC-Zug der FF Sulzbach entgegen zu arbeiten solle danach ein so genannter „Dekontaminations-Platz“ eingerichtet werden.
Zu gute kommt der FF Ursensollen dabei die vorgehaltene Ausrüstung wie leichter Chemikalienschutzanzug und Gasmessgerät das im neuen StLF durch die Gemeinde angeschafft wurde.
Aber auch eine „Dekon-Kiste“ die aus Spenden und Vereinsmitteln finanziert und in Eigenleistung erstellt wurde, bewähre sich dabei.
Diese beinhaltet Waschbürsten, Gardenaanschlüsse, Folien, Desinfektionsmittel, Flatterband, Hinweisschilder und Klebeband ebenso wie Augenspühlflasche, Einweghandschuhe und Trainingsanzüge zum auswechseln verschwitzter und verunreinigter Einstzkleidung.
Nach dem Aufbau des Dekonplatzes wurden zwei Kameraden mit einem CSA-Schwer ausgerüstet und zur Einsatzstelle geschickt um den undichten Flansch abzudichten, beide Aktiven sowie zwei weitere Wehrmänner der FF Ursensollen sind dazu ausgebildete CSA Träger.
Nach schweißtreibender Arbeit unter den schweren Schutzanzügen und erfolgreicher Reinigung und Entkleidung konnte man zur Schlussbesprechung kommen.
KBM Graf bescheinigte der Mannschaft ein gutes und sauberes arbeiten und verwies auf die Notwendigkeit speziellel Gerätschaften vorzuhalten.
Gerade in Autobahnnähe würde der nächste Gefahrguteinsatz nur eine Frage der Zeit sein.
1.Kommandant Thorsten Michel dankte den Ausbildern des FB Gefahrgut sowie seinen Aktiven für ihr engagiertes Mitwirken .
 „Eine informative und lehrreiche Veranstaltung zum weiterempfehlen“ so Michel.

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„Das sorgfältige reinigen und auskleiden kontaminierter Einsatzkräfte im ABC-Einsatz ist eine anstrengende und kräftezehrende Tätigkeit“

Gefahrgutschulung in Weigendorf

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