„Gefahrstoff tritt aus“

Fachbereich schult Feuerwehr – Feuerwehr Haselmühl fit für den Ernstfall

Gefahrgutunfälle gehören zwar zu den eher selteneren Einsätzen im Feuerwehrbereich , aber mit Sicherheit zu den gefährlichsten und anspruchvollsten.
Ob in Handwerk, Industrie oder im Straßenverkehr, gefährliche Stoffe und Güter sind ständiger Begleiter in unserem Leben.
Um so mehr sind Feuerwehren und Gemeinden gefordert besondere Gerätschaften und geschultes Personal vorzuhalten.
So auch in der Gemeinde Kümmersbruck. Bei der Anschaffung des neuen HLF 20/16 der FF Haselmühl wurde dieser Aspekt bei der Planung mit berücksichtigt.
Für die Autobahn nahe Wehr eine richtige Entscheidung.
Chemikalienschutzanzüge Form 2, Auffang- und Abdichtmaterial sowie Gerätschaften zum dekontaminieren verunreinigter Personen und Gerätschaften wurden angeschafft und verlastet.
Das beste Gerät jedoch verliert seinen Wert ohne motiviertes und gut geschultes Personal.
Die FF Haselmühl unter Leitung von 1. Kommandanten Hubert Bayer nahm daher das Angebot des Fachbereiches „Gefahrgut“ des Landkreises war und unterzog sich der angebotenen Gefahrgutschulung.
Durch Gefahrgut - Kreisbrandmeister Alex Graf aus Ursensollen konnten die Aktiven aus Haselmühl in die Materie eingeführt werden.
Bereits in den Wintermonaten wurden die Wehrmänner an zwei Abenden zum Thema „Gefahrguteinsatz“ geschult.
Der theoretische Bereich beinhaltete Einsatzgrundsätze, erkennen von Gefährlichen Stoffen sowie ihre Kennzeichnung sowie das vorgehen an der Einsatzstelle.
Im praktischen Teil beschäftigte man sich mit dem richtigen Anlegen der Sicherheitsbekleidung sowie mit dem Aufbau eines Dekontaminationsplatzes.
Um das recht komplexe Thema unter realen Bedingungen durchzuführen, unterzog sich die FF Haselmühl am vergangenen Samstag einer Gefahrgut - Einsatzübung .Um punkt 13:00 Uhr fand sich die 19 Mann Starke Truppe, geführt von Kommandant Bayer im Gerätehaus ein. Nach einer kurzen Begrüßung folgte eine Wiederholung der Thematik durch KBM Graf mit der Einweisung der Einsatzübung.
Am Bauhof Kümmersbruck sei nach einem Rangierunfall mit einem LKW Gefahrstoff ausgetreten, nähers über den Stoff sei nicht bekannt, so wurde angenommen.
An der Einsatzstelle galt es zunächst die Einsatzstelle weiträumig ab zusperren und einen Dekon-Platz einzurichten um anschließen einen Erkundungstrupp unter Schutzanzug zur Unfalltelle zu schicken.
Aus verschiedenen Behälter und einem Befüllflansch tritt Pflanzeschutzmittel aus, so die Erkenntnis.
In kürzester Zeit konnte ein weiterer Trupp unter schweren Schutzanzug zum Einsatz kommen um zunächst die Fässer nach Stoff zu ordnen um anschließend den austretenden Gefahrstoff so gut es ging aufzufangen und ab zudichten.
Am Reinigungsplatz konnten alle sich im Einsatz befindenden Personen und Geräte abschließend dekontaminiert werden.
In ihrer abschließenden Manöverkritik lobten Christian Gräßmann, Markus Held und Alex Graf (Fachbereich Gefahrgut) das disziplinierte, besonnene und vor allem auch das zügige vorgehen der Haselmühler Wehr. Ob Stofferkennung, Brandschutz, Absperrung oder Reinigung, alles zur Zurfriedenhei „die FF Haselmühl erwies sich als Fit für den Ernstfall“ so Graf.
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„Ätzende Angelegenheit“

FF Haselmühl beübt Gefahrguteinsatz

Zum jährlichen Ausbildungsthema der FF Haselmühl gehört auch das Thema „Gefahrgut“. Unter der Leitung der beiden Kommandanten Hubert Beier und Michael Reindl trafen sich am Samstagnachmittag rund 20 aktive um gemeinsam mit dem Fachbereich Gefahrgut  bei einer Einsatzübung ihr können unter Beweis zu stellen.
Gemeinsam mit Kreisbrandmeister Alexander Graf  (Fachbereichsleiter Gefahrgut) wurde am Bauhof Kümmersbruck ein Einsatzszenario vorbereitet.
Ein mit Gefahrstoffen beladener Lieferwagen sei auf einen PKW aufgefahren, die Ladung sei verrutscht und tritt zum Teil aus, so wurde angenommen.
Der Fahrer sei bei dem Versuch die Ladung wieder zu ordnen mit dem Stoff in Berührung gekommen und ohnmächtig geworden.
Mit TSF und HLF 20/16 rückte die Haselmühler Wehr mit ihrem Zugführer Florian Könner an. Nach einer kurzen Erkundung aus der Ferne durch Zug- und Gruppenführer wurde die Einsatzstelle abgesperrt. Während sich ein Trupp zur näheren Erkundung und Verletztenrettung mit Atemschutz und leichtem Chemikalienschutzanzug ausrüstete, baute ein weiterer Trupp einen Dekontaminationsplatz zum reinigen der verletzten Person und der Einsatzkräfte auf. Durch den Erkundungstrupp konnten erste Informationen zum ausgetretenen Stoff dem Zugführer gefunkt werden.
Ein Karton mit grünlichem Pulver und der UN  Nummer 2811 sei aufgerissen und über den Fahrer gefallen.
Die Verletzte Person die nicht ansprechbar und stark verunreinigt war wurde aus der Gefahrenzone gebracht und an der Dekon- Stelle auf der Trage liegend gereinigt. Die Informationen zum Gefahrstoff  wurden im Nachschlagewerk heraus gesucht.
Es handelte sich dabei um „giftigen, organischen Stoff“.
Die erfassten Informationen wurden an den Rettungsdienst weitergegeben um die richtigen Rettungsmaßnahme einzuleiten.
Bei der weiteren Erkundung wurde entdeckt  das ein Kanister mit einem weiteren Gefahrstoff,
gekennzeichnet mit der UN Nummer 1798 undicht sei.
Der Zugführer entschied sich nach der Zuordnung des Stoffes, es handelt sich um Salpeter-Chlorwasserstoff, genannt „Königswasser“,eine sehr stark ätzende Flüssigkeit, einen Weiteren Trupp diesmal mit schwerem Chemikalienschutzanzug einzusetzen um den Kanister mittels Dichtpaste zu verschließen.
Eine nicht ganz einfache Tätigkeit da der Bewegungsablauf und die Fingerfertigkeit im Schutzanzug sehr eingeschränkt ist. Der Dichtversuch war jedoch Erfolgreich. Nachdem nun die Einsatzstelle soweit abgearbeitet war und die Einsatzkräfte durch die Dekon-Schleuse geschickt und gereinigt  wurden, gab KBM Graf den Funkspruch „Übungsende“ durch.
In der folgenden Manöverkritik lobte Graf den zügigen aber auch besonnen Einsatzablauf. Die Handgriffe haben gesessen und jeder wusste was zu tun war. Man merke das sich die FF Haselmühl seit längerem mit dieser Thematik befasse, so Graf.
Zuständiger KBI Hubert Blödt, der als Beobachter anwesend war dankte der FF Haselmühl und dem Fachbereich Gefahrgut  für die durchgeführte Einsatzübung. Auch die beiden Kommandanten äußerten sich anerkennend und „wollen am Ball bleiben“ so Beier.

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Gefahrstoff abgedichtet

Feuerwehr Ursensollen probt Ernstfall – Hand in Hand geübt

„Helfen in Not ist unser Gebot“  lautet seit über hundert Jahren der Leitspruch der Feuerwehren.

Aber längst haben technische Einsätze die Oberhand im Feuerwehralltag.
In den vergangenen Tagen probte daher die FF Ursensollen gemeinsam mit Kräften der FF Amberg den Ernstfall.
Im Lagerhaus Ursensollen sei bei Ladearbeiten ein Behälter mit flüssigen Gefahrstoff leckgeschlagen. Zufrieden beobachtete der Fachbereich Gefahrgut unter Leitung von KBM Alexander Graf und Christian Gräßmann das besonnene vorgehen der Wehrmänner.

Gegen 14:15 Uhr wurde die FF Ursensollen von der FEZ Amberg über Sirene und Meldeempfänger in ihr Gerätehaus gerufen.
„Gefahrguteinsatz Lagerhaus Ursensollen, unbekannte Flüssigkeit tritt aus“ lautete die Meldung des Disponenten.

Nur wenig später machten sich LF 16 und StLF 10/6 auf zur Einsatzstelle auf.
An der Schadensstelle bot sich stellv. Kommandant Bernhard Graml folgende Lage.
Beim Umladen von Fässern, befüllt mit flüssigem Düngemittel, war ein Fass durch einen Gabelstapler beschädigt worden Gefahrstoff trat aus. Der Staplerfahrer klagte über Augenschmerzen.
Zunächst wurde die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt und der Verletzt mit Hilfe der Augenspühlflasche erstversorgt. Während sich zwei Aktive mit leichtem Chemikalienschutzanzug und schwerem Atemschutz ausrüsteten wurde mittels Leiterteich, Folien und Waschbürsten ein Dekontaminations Platz errichtet.

Eine Brandabsicherung durch Wasser, Pulver und Schaum wurde Zeitgleich errichtet und die Wasserversorgung über Hydrant gesichert.
Vom Zugführer erhielt darauf der erste Trupp mit Schutzanzügen den Auftrag die Lage am Schadensort zu erkunden und Informationen über den Stoff  einzuholen.
Durch die Einsatzleitung wurde der Gerätewagen Gefahrgut der FF Amberg nachalarmiert um mit Spezial Dichtmaterial das Leck abzudichten.
Großes Augenmerk lag darauf, die Ausbreitung über die Kanalisation zu verhindern. Mit Kanaldichtkissen würden die Umliegenden Gullieinläufe abgeriegelt. Nach dem Eintreffen der FF Amberg unter Leitung von SBI Philipp Seegerer rüsteten sich vier Kameraden der Stadtwehr mit schwerem Chemikalienschutzanzug aus und dichteten das gerissene Fass mit Keilen ab.
Nach dem Funkspruch „Austritt gestoppt“ kam die schweißtreibende Arbeit für die Dekontaminationsmannschaft. Sie musste die Aktiven die im Gefahrenbereich gearbeitet hatten waschen und entkleiden um eine Verschleppung des gefährlichen Stoffes zu verhindern.

Zu gute kamen der Ursensollener Wehr bei dieser Übung die Gerätschaften die erst kürzlich im neuem Fahrzeug durch die Gemeinde angeschafft wurden.
Stellv. Kommandant Graml dankte den Aktiven für ihren Einsatz am Samstag Nachmittag und der hilfreichen Unterstützung durch die FF Amberg.
In der abschließenden Manöverkritik durch KBM Graf wurde besonders das besonne vorgehen und die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land gelobt. Der eine oder  andere  Handgriff müsse noch mal geübt werden was dem Gesamtablauf aber nicht beinträchtigte, so Graf. Abschließen Lud der Kommandant alle Beteiligten ins Gerätehaus zu einer Brotzeit.



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