Idealisten bei der Feuerwehr

Poppenricht. Sieben Feuerwehrdienstleistende aus der Feuerwehr Poppenricht haben sich über einen längeren Zeitraum  der Grundausbildung (Modulare Truppausbildung) für den aktiven Feuerwehrdienst unterzogen.

In diesem Zeitraum haben sich die jungen Kameradinnen und Kameraden das Grundwissen angeeignet, die eine/einen guten Feuerwehrfrau /-mann ausmacht. Auf diese Ausbildung bauen weitere Lehrgänge, auf Landkreisebene selbst oder an den verschiedenen Feuerwehrschulen auf.

Diese Ausbildung befasst sich zunächst einmal mit den Hauptaufgaben der Feuerwehr, der Brandbekämpfung und der Technischen Hilfeleistung aber auch anderen Themen wie der „Ersten Hilfe“ und dem Funken.

Abschluss dieser intensiven Ausbildung ist eine schriftliche und praktische Prüfung, welche alle teilnehmenden Feuerwehranwärter im Poppenrichter Feuerwehrgerätehaus mit Erfolg bestanden haben. Nachdem sie die schriftliche Prüfung abgelegt hatten ging es nach einer anschließenden kurzen Verschnaufpause dann auch schon weiter mit der praktischen Prüfung. Handhabung von Feuerlöschern und Strahlrohren, das richtige Anlegen eines Brustbundes, sowie Fragen zu den Fahrzeugen mussten hierbei zügig vorgeführt und beantwortet werden. Bei der Abschlussbesprechung konnte der Ortskommandant die beiden Kreisbrandmeistern (KBM) Roland Kolbeck und Sven Schmidt, sowie den Kreisbrandinspektor Christof Strobl willkommen heißen. In der Aussprache des Lehrgangs bedankte sich KBM Roland Kolbeck bei allen Ausbildern die dazu beigetragen haben. Ebenso gratulierte er den Lehrgangsteilnehmern, denn der erste Grundstock für das Feuerwehrleben ist geschafft. KBI Christof würdigte die großartige Leistung in der Prüfung. Abschließend wurden alle Lehrgangsteilnehmer und Schiedsrichter zum Essen eingeladen.

 Infos zur Ausbildung

Teilnehmer der Prüfung waren: Thomas Aures, Tommy Dörner, Julia Eckl, Michael Fronz, Andreas Kaschny, Benjamin Pulsfuß und Ralf Weinfurtner

Abgenommen wurde die Prüfung von KBI Christof Strobl, KBM Roland Kolbeck und KBM Sven Schmidt

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Die Lehrgangsteilnehmer mit Schiedsrichtern und Vertreter der Feuerwehr Poppenricht

Nach dem Ton sprechen

Traßlberg. Im Rahmen der Modularen Truppmann Ausbildung fand im Feuerwehrgerätehaus Traßlberg ein Funklehrgang statt. Dazu konnte Fachkreisbrandmeister Roland Kolbeck aus Ebermannsdorf 13 Feuerwehrkameraden aus den Feuerwehren Poppenricht, Traßlberg und Schmidmühlen begrüßen.

Nach einer umfangreichen theoretischen Unterweisung und einer darauffolgenden praktischen Übung mussten alle Ihr Wissen in einer schriftlichen Prüfung unter Beweis stellen. Danach schloss sich noch eine gemeinsame Funkübung an. Nach erfolgreicher Ausbildung und Prüfung ließ sich KBI Christof Strobl nicht nehmen, sich bei den  Lehrgangsbesuchern zu bedanken. Abschließend übergab er zusammen mit dem Funkausbilderteam bestehend aus Lehrgangsleiter Fach-KBM Roland Kolbeck, Johannes Neidl, Marco Götz, Matthias Wirth und Martin Willner an alle das ersehnte Lehrgangszeugnis für den bestandenen Kurs aushändigen. Er dankte allen Teilnehmern für die geopferte Freizeit für die Feuerwehr.

Teilnehmer:
Johannes Sander, Ralf Weinfurnter und Oliver Sander (Feuerwehr Poppenricht) Daniel und Lucas Ehrnsberger (Feuerwehr Schmidmühlen)
Alexander Weidmann, Andreas Rubenbauer, Felix Pürner, Florian Schleicher, Matthias Pirkl, Manfred Hofman, Aaron Weiß und Nikolas Rösch (Feuerwehr Traßlberg)

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Die ausgebildeten Feuerwehrkräfte mit den Ausbildern und dem Kreisbrandinspektor Christof Strobl (rechts)

Gemeindewehren übergeben FireTrainer an die Marktgemeinde.

Sie sind rot, in nahezu allen Haushalten vorhanden und können im Bedarfsfall Leben retten. Die Rede ist vom tragbaren Feuerlöscher. Jeder kennt sie, aber kaum einer traut sich dieses Kleinlöschgerät in Einsatz zu bringen. Warum? In meisten Fällen wird hier Unwissenheit als ausschlaggebendster Punkt genannt.
Jeder kennt die Aufgaben der Feuerwehr „Retten – Bergen – Löschen – Schützen“. Vorbeugende Maßnahmen (das Schützen) beinhalten im Wesentlichen vorbeugende Maßnahmen um Gefahren vorzubeugen. Hierunter fällt auch die konsequente Brandschutzerziehung in der Bevölkerung, um auf Gefahren aufmerksam zu machen und richtiges Verhalten in Notsituationen aufzuzeigen.
Genau diesen Sachverhalt haben sich die acht Gemeindewehren der Marktgemeinde zu Herzen genommen und sich überlegt, wie man der Bevölkerung den Einsatz des Feuerlöschers näherbringen kann. In den sehr vielen Fällen hätte ein Großschaden verhindert werden können, wenn ein tragbarer Feuerlöscher eingesetzt worden wäre. Nach eingehender Recherche war der Entschluss schnell gefasst, ein „FireTrainer“ muss her. Mit diesem Gerät lassen sich verschiedene Szenarien, vom Mülleimerbrand bis zur Fettexplosion, nachstellen. Sichtlich überrascht und gerührt zeigte sich Bürgermeister Bernhard Lindner, als er von Vertretern der Feuerwehren in das Feuerwehrgerätehaus Hahnbach geladen wurde, wo ihm das Ausbildungsgerät im Wert von ca. 4.500,-€ offiziell übergeben wurde.
Die neue Simulationsanlage besticht durch ihren kompakten Aufbau. Das gesamte Equipment lässt sich bequem in einem Transporter verstauen und kann so flexibel eingesetzt werden. Bisher mussten derartige Simulationen mittels Flüssigkeitsbrand dargestellt werden, welcher dann im Regelfall mit ausgesonderten Feuerlöschern bekämpft wurde. Hierbei musste massiv auf Sicherheit geachtet werden, da es schnell zu ungewollten Reaktionen der brennenden Flüssigkeiten kommen konnte. Dies gehört nun der Vergangenheit. Der FireTrainer wird mittels Gasflasche betrieben und der Ausbilder „hat es in der Hand“ wann nach seinem Empfinden das Feuer gelöscht ist. Unterbricht er die Gaszufuhr ist das Feuer sofort aus und es geht keine weitere Gefahr mehr davon aus.
Seine erste Bewährungsprobe hat die Übungsanlage bereits bestanden: Im Rahmen der Brandschutzhelferunterweisung besuchten die Erzieherinnen des Kindergarten St. Josef (Hahnbach) und des Kindergarten „Der Gute Hirte“ (Süß) die Feuerwehr Hahnbach und konnten hier den Umgang mit den Feuerlöschern ausgiebig üben. Künftig soll die Anlage sowohl bei Feuerwehrübungen als auch im Rahmen der Brandschutzerziehung und –aufklärung zum Einsatz kommen.

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Vertreter der Gemeindewehren übergeben die Simulationsanlage an Bürgermeister Bernhard Lindner (6. v.l.)

MTA in Hahnbach

Insgesamt 20 Jugendliche und Quereinsteiger aus den Feuerwehren Adlholz, Hahnbach, Iber, Mimbach, Süß und Ursulapoppenricht stellten sich der Prüfung zum Basismodul der Modularen Truppausbildung. Unter den gestrengen Augen von KBM Roland Kolbeck und KBI Christof Strobl zeigten die Teilnehmer was sie in den vergangenen Monaten gelernt hatten.

Diese neue Art der Modularen Truppausbildung (MTA) wurde im 2014 in Bayern eingeführt und kam nun zum zweiten Mal in der Gemeinde Hahnbach zum Abschluss. Unter der federführenden Organisation der Feuerwehr Hahnbach wurde den Teilnehmern durch Ausbilder aus allen vertretenden Gemeindewehren das Handwerkszeug für ihre späteres Feuerwehrleben näher gebracht. Die Ausbildung wurde durch die Feuerwehren gemeinsam bestritten, was dem Nachwuchs die Gelegenheit gab, miteinander Kontakte zu knüpfen und die örtlichen Gegebenheiten in der Nachbarschaft kennenzulernen. Als kleine Besonderheit wurde zum ersten Mal in Hahnbach auch gleich der Funklehrgang mit in die Ausbildung integriert.

Mitte April machten sich 20 Teilnehmer aus dem gesamten Gemeindebereich Hahnbach auf die beschwerlicher „Reise“, welche in der Abschlussprüfung ihren Höhepunkt fand. Sie durchliefen mehrere Themenblöcke, bei denen rechtliche Grundlagen und handwerkliches Geschick gefragt waren. So manchen Samstag und etliche Abende verbrachten die Teilnehmer hierfür im Feuerwehrgerätehaus.  Abgerundet wurde das Ausbildungsprogramm durch einsatznahe Übungen. Bei diesen mussten die Teilnehmer das Gelernte zu den Themen Löschen und Hilfeleistung in der Praxis anwenden.

Am Prüfungstag mussten die Prüflinge nach einem theoretischen Test jeweils eine zugeloste praktische Aufgabe bewältigen. Diese spiegelten verschieden Themenschwerpunkte aus dem gesamten Ausbildungsprogramm wieder, wie z.B. Fahrzeugkunde, die Wasserentnahme aus dem Hydranten, das Anlegen von Knoten und Stichen sowie das Auffinden und Erklären verschiedener Ausrüstungsgegenstände.


Ein großes Seufzen der Erleichterung war vernehmbar, als Kreisbrandinspektor Christof Strobl den Teilnehmern mitteilte, dass alle die Prüfung bestanden haben und ihnen als Lohn für ihre Anstrengungen die Teilnehmerurkunde übergab. KBI Strobl zeigte sich erfreut, dass die Ausbildung wieder gemeinsam abgehalten werden konnte. Im Feuerwehrdienst sei man nur gemeinsam stark. Das Miteinander und der Zusammenhalt seien wichtige Voraussetzungen, um wirksam helfen zu können. Sein Dank galt nicht nur den Ausbildern sondern vor allem auch den Teilnehmern, dass sie ihre freizeitopfernde um für die  wichtige Arbeit zum Einsatz und Schutz aller Mitbürgerinnen und Mitbürger gewappnet zu sein. Nun stünde der anstrengendste Teil bevor. Der zweijährige Übungs- und Einsatzdienst, sowie der Erste-Hilfe-Kurs, um letztendlich die Truppführerqualifikation zu erlangen.

In diese Kerbe schlug auch Bürgermeister Bernhard Lindner. In der Entscheidung, Feuerwehrdienst leisten zu wollen, sah er einen wichtigen und richtigen Schritt. Dieser sei freilich mit dem Opfern vieler Freizeitstunden verbunden. Wie wichtig eine solide Grundausbildung sei, zeige sich immer wieder, wenn man zu einem Ernstfall gerufen wird.

Abschließend wurden alle Lehrgangsteilnehmer und Schiedsrichter zum Essen eingeladen.

Hintergrund-Info zur modularen Truppmannausbildung:
Die Modulare Truppmannausbildung ist die Grundausbildung der Feuerwehr: Das Basismodul für junge Feuerwehrleute ab 15 umfasst 50 Unterrichtseinheiten. Es ist in unterschiedliche Blöcke, z.B. „rechtliche Grundlagen“, „Brennen und Löschen“, „Gerätekunde“, „Löscheinsatz“, „Hilfeleistungseinsatz“, „Gefahrgut“ und viele weitere unterteilt. Es umfasst theoretische Schulungen sowie praktische Übungsbeispiele und kann von  Standortfeuerwehren alleine oder in Kooperation durchgeführt werden. Eine Abschlussprüfung durch die Kreisbrandinspektionen schließt die Truppmannausbildung Basismodul ab.

Die abgeschlossene MTA, bestehend aus Basismodul, Funkausbildung, Erste-Hilfe-Kurs und Abschlussmodul sind die Voraussetzung für alle weiterführenden Ausbildungen sowohl auf Landkreisebene als auch an den Staatlichen Feuerwehrschulen.

Teilnehmer der Ausbildung
Bauer Antonia (FF Süß), Bauer Claudia (FF Süß), Bauer Maximilian (FF Hahnbach), Bäumler Marion (FF Hahnbach), Bönisch Dominik (FF Hahnbach),  Dobmeier Markus (FF Mimbach), Ehbauer Lukas (FF Mimbach), Fenk Sebastian (FF Süß), Härtl Simon (FF Adlholz), Herrmann Hubertus (FF Ursulapoppenricht), Klober Jürgen (FF Hahnbach), Mayer Katharina (FF Süß), Rösl Lorena (FF Süß), Schmalzl Lena (FF Iber), Schmidbauer Alexander (FF Ursulapoppenricht), Siegert Markus (FF Hahnbach), Siegler Florian (FF Adlholz), Siegler Matthias (FF Adlholz), Spitzenberger Lea (FF Hahnbach), Werner Sabine (FF Iber)
 
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Insgesamt 20 Teilnehmer aus 6 Gemeindewehren absolvierten mit Bravur die Prüfung zum Basismodul der Modularen Truppausbildung. Gratulieren durften gemeinsam mit den Ausbildern und den anwesenden Kommandanten, KBI Christof Strobl (1.v.l.), KBM Roland Kolbeck (4.v.l), KBM Michael Iberer (1.v.r.) und E-KBR Franz Iberer (3.v.r.)

Realbrandausbildung bei 900 °C im Brandcontainer in Vilseck


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