Schnelle Einsatzkräfte geben Sicherheit

Feuerwehren und Ersthelfer übten im Rahmen der Brandschutzwoche in Egelsheim

Egelsheim (abp) „Wenn die Sirene heult, zuckt man immer zusammen“! Sogar aus dem gut zwei Kilometer entfernten Mendorferbuch trug der Wind Sirenensignal bis nach Egelsheim, als die Freiwilligen Feuerwehren des Marktes Hohenburg und der benachbarten Feuerwehr aus Winbuch für einen Einsatz alarmiert worden sind. Über die Funkverbindung zur Leitstelle in Amberg konnte man bei Kreisbrandinspektor Hubert Bloedt mithören, dass in den landwirtschaftlichen Gebäuden des ehemaligen Dorfwirtshauses in Egelsheim ein Brand ausgebrochen sei.
Unter der Federführung der Freiwilligen Feuerwehr Mendorferbuch- Egelsheim  war dieses Übungsszenario im Rahmen der alljährlichen Brandschutzen angelegt worden, um das Zusammenwirken der Feuerwehren aus Adertshausen, Mendorferbuch-Egelsheim, Hohenburg, Allersburg und Ransbach zu festigen. Dazu war noch vorsorglich die Winbucher Feuerwehr als Verstärkung im Alarmierungsplan gestanden.
„Es ist immer eine lange Zeit, auch wenn es nur Minuten sind, wo man auf Hilfe warten muss“, meinte Kreisbrandinspektor Hubert Bloedt beim Warten auf die Einsatzfahrzeugen nach der Alarmierung. Dann rückten sie aber an: Zuerst kommen die Ersthelfer Benjamin Wood und Katja Kölbl von der Ersthelfergruppe Hirschwald am Schadensort an. Dann geht es schnell mit dem Nachrücken der Feuerwehren am Brandort.
Einsatzleiter Andreas Pollinger von der Freiwilligen Feuerwehr Mendorferbuch- Egelsheim weist mit seinem Team die anrückenden Fahrzeuge ein. „Es ging schnell und zügig“, werden Kreisbrandinspektor  Hubert Bloedt und Kreisbrandmeister Alexander Graf nach dem Abschluss der Übung den Feuerwehrleuten bestätigen können.
Kreisbrandmeister Helmut Braun stand dieses Mal nicht auf der Beobachterseite – als versierter Feuerwehrkommandant brachte er schnell die Atemschutzträger in Position, denn nach Aussagen der Übungsleitung galten zwei Personen als vermisst.
Schnell bauen die nachrückenden Feuerwehrleute eine Wasserversorgung auf, um mit vereinten Kräften gegen die Brandherde in einem Nebengebäude und in der großen Feldscheune vorgehen zu können. „Da zeigt sich, dass unsere Feuerwehren gut ausgebildet sind und das Zusammenwirken läuft“.
Schlauchleitungen werden entlang der von Verkehrsposten abgesicherten Kreisstraße ausgerollt, um die Wasserversorgung von zwei Seiten sicher zu stellen.
Beherzt arbeiten sich zwei Teams Atemschutzträger im Nebengebäude voran, um nach den vermissten Personen im rauchverhangenen Garagentrakt zu suchen, während Kameraden schon Tragen für den Abtransport der beiden vermissten Personen bereitstellen.
Es sind zwar nur ein paar Minuten, die in solchen Fällen aber eine lange Zeit sein können, bis die Atemschutzträgerteams aus Adertshausen und Hohenburg die beiden Vermissten Personen aus dem verrauchten Gebäude durch die enge Seitentüre ins Freie bringen und zur Erstversorgung den Ersthelfern Benjamin Wood und Katja Kölbl übergeben.
Auch bei diesem Einsatz zeigte sich wieder einmal mehr, dass die Löschwasserversorgung auf den Höhen immer ein kritischer Punkt ist. „Unsere Wasserleitungsnetze bringen für derartige Extremfälle oft nicht die Wassermengen, die man für einen Großeinsatz braucht“, meint Kreisbrandinspektor Hubert Bloedt bei der Abschlussbesprechung. „Da würde man im Ernstfall auch die Löschfahrzeuge aus Amberg mit alarmieren und den einen oder anderen Swimming-Pool als Wasserreserve nutzen“.
Eine tadellose Leistung bescheinigten Kreisbrandinspektor Hubert Bloedt und Kreisbandmeister Alexander Graf den annähernd fünfzig Feuerwehrleuten vor Ort für ihren Einsatz. Mit dabei waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Mendorferbuch- Egelsheim, Adertshausen, Hohenburg, Allersburg-Berghausen, Ransbach und Winbuch. Die Organisation der Brandschutzwochenübung hatte die Freiwillige Feuerwehr Mendorferbuch- Egelsheim mit ihrem Kommandanten Andreas Pollinger übernommen.

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