Zum Saisonfinale der Feuerwehren der Gem. Freudenberg im Einsatz

Die acht Wehren der Gem. Freudenberg üben den Ernstfall

Lintach. (gto). Die Alarmmeldung die einging lautete: „Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Lintach, eine Person vermisst“ Zur Übung gerufen wurden die acht gemeindlichen Feuerwehren aus Aschach, Bühl, Etsdorf, Immenstetten, Freudenberg, Hiltersdorf, Lintach und Pursruck sowie die FF Raigering und die Drehleiter DLK 23/12 der FF Amberg im Rahmen der Brandschutzwoche.

Die FF Lintach war natürlich als erster am Übungsort, da die Entfernung zum Gerätehaus gering war. Kdt Benjamin Weiß, übernahm sofort die Einsatzleitung. Seinen Gruppenführer befahl er den Aufbau von Schlauchleitungen mit Positionierung des Verteilers vor der Schadensstelle. Nach dem Erkunden stand fest, dass die Gefahr einer Ausweitung des Brandes auf angrenzende Stallungen akut bestand. Da eine Person vermisst war, die vergebliche Löschversuche mit einem Feuerlöscher unternommen haben soll, war Eile geboten. Als nächste eintreffende Wehr, kam das HLF 20/16 aus Freudenberg mit Atemschutzgeräten an. Sie erhielten den Befehl, den Innenangriff mit Atemschutz zur Personensuche durchzuführen. Eine Atemschutzsammelstelle wurde eingerichtet. Nach relativ kurzer Suche, konnte der leicht verletzte Vermisste, direkt neben seinem benutzten Feuerlöscher durch die Freudenberger Wehrmänner geborgen werden. Die Versorgung des Verletzten Person wurde durch die Wehr gestartet.

Um ein weiteres Ausbreiten des Feuers zu verhindern, musste es von mehreren Seiten bekämpft werden. Dazu wurde eine sogenannte Riegelstellung gebildet. Die Lintacher Wehr und die Freudenberger Wehr bekämpften den Brandherd vom Hof aus. Die nächste ankommende Wehr von der Patenwehr aus Raigering übernahm den Sicherungstrupp und unterstützte die Freudenberger. Für die nachrückenden weiteren Einsatzfahrzeuge aus Freudenberg wurde ein Bereitstellungsraum auf der Hauptstraße eingerichtet. Damit die ausreichende Löschwasserversorgung sichergestellt werden konnte, wurde eine weitere Löschwasserleitung von den Wehren aus Etsdorf, Immenstetten und Aschach von einem Weiher in der Ortsmitte aus aufgebaut. Sie führte von der anderen Seite des Hangs zum Übungsbrandherd. Hier übernahm die Wehr aus Hiltersdorf die Brandbekämpfung. Die Amberger Drehleiter wurde im Nachbarhof über ein angrenzendes Dach hinweg zur Bekämpfung eines möglichen Ausbreitens des Feuers von oben eingesetzt. Aufgrund der zügigen Erfüllung ihrer gestellten Aufgaben, konnten die Wehrmänner ihre Mission erfolgreich beenden.

Sowohl 1. Kdt. und Einsatzleiter Benjamin weiß als auch Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl zogen ein positives Fazit der Übung der Wehren. Daubenmerkl merkte an „Es ist schnell und sauber gearbeitet worden und der Atemschutztrupp fand schon nach 4 Minuten den Verletzten“. 2. BGM Franz Weiß bedankte sich im Namen der Gemeinde: „Dankeschön an alle Wehren, für das Kommen und für den tollen Einsatz.“  Ein spezieller Dank ging an die Raigeringer Patenwehr und an die Amberger Wehr mit ihrer Drehleiter. Weiß sagte: „Frauenpower war sichtbar, es war also eine gemischte Übung aus Frauen und Männern.“

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Die FF Freudenberg beim Ausrüsten des Atemschutzgerätetrupps mit dem Einsatzleiter Kdt. Benjamin Weiß ganz rechts

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Die Wehren aus Etsdorf, Aschach und Immenstetten beim Aufbau einer externen Löschwasserversorgung aus einem Weiher