Es war sehr fordernde Aufgabenstellung

Brandschutzwocheneinsatz der Feuerwehren in Ransbach

Ransbach- Lauterachtal (abp) Eine diffizile Einsatzaufgabe hatten heuer die Feuerwehren aus dem Marktgemeindebereich von Hohenburg zusammen mit den Nachbarwehren aus Utzenhofen und Velburg im Rahmen der Brandschutzwoche zu meistern. Die angenommene Schadstelle lag mitten im engen Häuserlabyrinth des Dorfes.
„Brand eines landwirtschaftlichen Anwesen in Ransbach“ hatte es in der Alarmierung über die Leitstelle in Amberg geheißen. Mehrere Personen, die sich zum Unfallzeitpunkt in der bergwärts gelegenen Maschinenhalle zu Reparaturaufgaben aufgehalten haben galten als vermisst.
Dieses Szenario hatte sich der Ransbacher Feuerwehrkommandant Andreas Bruckmüller mit seinem Organisationsstab ausgedacht.
Gut zehn Minuten brauchen die Feuerwehren aus Adertshausen, Mendorferbuch und Hohenburg wegen der Sperrung der Staatsstraße 2235 im Bereich von Allersburg schon, bis sie am Schadensort eintreffen, während sich die Dorffeuerwehr Ransbach schon kurze Zeit nach der Alarmierung beim Feuerwehrhaus sammelte. Ihre Aufgabe war es, eine schnelle Wasserversorgung aus dem Weihermühlbach zum Brandobjekt auf halber Höhe zum Kirchberg hin für eine erste Sicherung aufzubauen.

Im Minutentakt rücken dann die Feuerwehren aus Allersburg- Berghausen, Utzenhofen, Adertshausen, Hohenburg, Mendorferbuch und die Ersthelfer gruppe Hirschwald nach, um Unterstützung zu geben. Aus Velburg war wegen der Enge Bebauung der Dorfstraße die Freiwillige Feuerwehr Velburg aus dem Nachbarlandkreis Neumarkt mit ihrer Drehleiter angefordert worden, um den Einsatz zu unterstützen.  Die Aufgabe der Velburger war es, die um Hilfe rufenden Menschen aus dem 2. Stock des Wohnhauses über einen Balkon in Sicherheit zu bringen, ehe sie mit ihrem Löschangriff zur Sicherung des Wohnhauses und der eng aneinander gebauten Gebäude beginnen konnten.

Löschangriff von drei Seiten

Atemschutzträgertrupps  aus Hohenburg, Adertshausen, Utzenhofen und Velburg machten sich unverzüglich nach einer Einweisung des Übungsleiters und ihrer Kommandanten auf die Suche, um in der verqualmten Lagerhalle nach den vermissten Personen zu suchen. Insgesamt haben sich drei Feuerwehren darum gekümmert, dass genügend Löschwasser zur Brandbekämpfung aus dem Weihermühlbach und der Wasserversorgung vorhanden war.
Eine schwierige Aufgabe war es für den Ransbacher Kommandanten Andreas Bruckmüller und seinem Team, die nachrückenden Einsatzfahrzeuge durch die engen Dorfstraßen rund um das Brandobjekt zu lotsen und zu positionieren.
„Das war wegen der Enge der Dorfstraße keine leichte Aufgabe“, dies bescheinigte den Feuerwehren auch Kreisbrandinspektor Hubert Blödt, der zusammen mit den Kreisbrandmeistern Alexander Graf und Helmut Braun als Übungsbeobachter von Seiten der Landkreisfeuerwehr nach Ransbach gekommen waren.
Dann musste es schnell gehen. Im Hof eines Nachbaranwesens war eine Verletztensammelstelle eingerichtet worden, um die Vermissten professionell vom Ersthelferteam Hirschwald betreuen zu können.
Gut sechzig Feuerwehrleute haben an der Übung zur diesjährigen Brandschutzwoche in Ransbach teilgenommen.
Wie Kreisbrandinspektor Hubert bei der Schlussbesprechung anmerkte, sei dies keine leichte Aufgabe gewesen, in den engen Dorfstraßen die nachrückenden Einsatzkräfte zu koordinieren um die Rettungswege frei zu halten. „Da möchte ich mich bei allen Rettungskräften bedanken, die bei dieser Einsatzübung wieder gezeigt haben, wie wichtig das ständige Training der Löschgruppen ist“. Es hat sich auch bei dieser Übung wieder gezeigt, dass man mit den Ausbildungen der Löschgruppen eine gute und harmonierende Ausgangsbasis für einen gemeinsamen Einsatz hat. Von Seiten des Marktes Hohenburg bedankte sich Bürgermeister Florian Junkes bei den Feuerwehrleuten aus der eigenen Gemeinde, besonders auch bei den Feuerwehren aus Utzenhofen und Velburg, die eine hervorragende Ergänzung gewesen sind.
2016 10 ffransbach aktionswoche

2016 10 ffransbach aktionswoche1

2016 10 ffransbach aktionswoche2