Startschuss First Responder (FR) Schmidmühlen

SCHMIDMÜHLEN. Nicht nur für die Feuerwehr, sondern auch für den Markt Schmidmühlen ist seit gestern, Sonntag, 1. Mai eine neue Ära angebrochen. Die First Responder haben ihre Dienstbereitschaft aufgenommen. Zum Auftakt ihrer Einsatzbereitschaft stellten sich die Mitglieder dieser Einsatzgruppe der Öffentlichkeit vor. In den letzten Monaten wurde der First Responder (FR) Standort Schmidmühlen in einer Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz Kreisverband Amberg-Sulzbach und der Freiwilligen Feuerwehr Schmidmühlen e.V. geplant. Die neue Gruppe der FF Schmidmühlen hat sich schon mehrmals der Bevölkerung vorgestellt, so bei einer Marktratssitzung, aber auch bei den Bürgerversammlungen.  Die  First Responder leisten qualifizierte Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und leiten lebensrettende Sofortmaßnahmen wie beispielsweise das Stillen von Blutungen, Sauerstoffgabe bis hin zur Reanimation mit Frühdefibrillation ein. Weitere Aufgaben sind die Erkundung der Notfall-Situation und gegebenenfalls das Nachfordern weiterer Rettungsmittel. Für die Betroffenen wird das versorgungsfreie Intervall verkürzt, da die im Marktbereich wohnenden First Responder schon nach kürzester Zeit am Notfallort eintreffen. Die First Responder werden bei einem Notfall automatisch durch die Integrierte Leistelle Amberg zusammen mit dem Rettungsdienst alarmiert. Die Telefonnummer im Notfall ist die 112. Die First Responder bestehen aus Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Schmidmühlen, die speziell in der Notfallmedizin ausgebildet sind. Jetzt zum Beginn sind fünf Helfer im Einsatz: Christian Renghart (Rettungsdiensthelfer), Sandra Schmidt (Rettungssanitäterin), Maximilian Heimler (Rettungssanitäter), Sandra Slusarczyk (Sanitäterin) und Erwin Wittl (Sanitäter).  Mitte Mai beendet Julian Decker seine Ausbildung zum Sanitäter und wird das Team unterstützen. Im Laufe des Jahres werden noch weitere Helfer ausgebildet. Die Teamleitung in Schmidmühlen hat Sandra Schmidt übernommen.  Zum Start stehen den Helfern zwei voll ausgestattete Notfallrucksäcke und zwei Defibrillatoren (AED) sowie zwei Kindernotfalltaschen zur Verfügung. Ziel ist es, die Ausrüstung bald noch erweitern zu können. Die First Responder arbeiten rein ehrenamtlich und unentgeltlich. Für die Bürger entstehen keine Kosten. Die Notfallausrüstung und Schutzkleidung wird durch Spenden finanziert. Sandra Schmidt nahm die Vorstellung zum Anlass, sich auch beim Markt Schmidmühlen für die Unterstützung zu bedanken. Der Markt Schmidmühlen steht von Anfang an hinter dem Projekt Der Dank galt aber ebenso dem Bayerischen Roten Kreuz, die bei organisatorischen Fragen unterstützt haben und der Gruppe einen Notfallrucksack mit Sauerstoffinhalation und einen Defibrillator (AED) sowie einen Funkmeldeempfänger zur Verfügung gestellt haben. Bürgermeister Peter Braun drückte nochmals seine Wertschätzung gegenüber der neuen Gruppe  aus und wünschte den ehrenamtlichen Helfern  alles Gute. Er dankte auch Frau Sabine Bogner (stellvertretende Kreisgeschäftsführerin BRK Kreisverband Amberg-Sulzbach), für die Unterstützung. Für Sabine Bogner ist diese Gruppe in Schmidmühlen ein wichtiger Eckpfeiler im Rettungssystem des Landkreises Amberg – Sulzbach. Auch sie gab der Gruppe alle guten Wünsche und erfolgreiches Helfen mit auf den Weg.  (ajp)

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