Austretender Rauch aus einer Maschinenhalle

FREUDENBERG. Austretender Rauch aus einer Maschinenhalle, „Hilfe“ schreiende und mit Kunstblut verschmierte Verletzte im und um das Gebäude herum sowie verschüttete Personen waren Grund zur Alarmierung im Rahmen der Feuerwehr Aktionswoche  der Gemeinde Freudenberg und deren acht Feuerwehren, welche mit rund 80 Einsatzkräften in dieser Übung gefordert wurden.

Angenommen wurde, dass es am Ende der Dorfstraße in dem dort ansässigen Baugeschäft zu einer Explosion kam und eine nicht bekannte Anzahl an Verletzten zu beklagen sei. Um genau 17 Uhr löste daraufhin die ILS Amberg den Alarm für die Feuerwehren aus. Zum ersten Mal wurde mit dieser Übung auch der Digitalfunk auf seine Funktion im Einsatzszenario getestet und der Sprechfunkverkehr der anrückenden Einheiten,  in Zusammenarbeit mit der Integrierten Leitstelle Amberg  beübt.

Als erstes traf die örtlich zuständige Feuerwehr aus Etsdorf mit Kommandant Dominik Baumer ein, welcher  sich sofort einen Überblick vom Einsatzort verschaffte und die notwenigen Erstmaßnahmen festlegte. Er teilte Grund dessen Michael Koch ein, seine Funktion als Gruppenführer zu übernehmen da Baumer selbst, die Gesamteinsatzleitung übernehmen musste und die anfahrenden Einsatzkräfte noch am Funk mit Ihren Einsatzbefehlen versorgte. Es wurden 3 Einsatzabschnitte gebildet, welche alle samt parallel abgearbeitet werden mussten. Die Feuerwehr aus Trisching, welche zusammen mit dem Helfer vor Ort (BRK) aus Schmidgaden  die Einsatzübung unterstützten, bekamen die Aufgabe unter schwerem Atemschutz die verletzten Personen aus dem inneren Bereich des Brandobjekts zu retten und die Brandbekämpfung im Nachgang einzuleiten. Als die ersten Personen gerettet wurden, wartete im Außenbereich schon eine Simulationspuppe zur Herz Lungen Wiederbelebung, wo die Einsatzkräfte unter Anweisung der HvO Schmidgarden eine Reanimation ausführen mussten.

Die Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF) aus Hiltersdorf, Aschach und Lintach sowie die Tragkraftspritzenanhänger (TSA) der Wehren Bühl, Pursruck und Immenstetten schafften das Löschwasser aus einem entfernen Weiher, mittels zweier B-Leitungen an die Einsatzstelle und führten die Brandbekämpfung von außen an der ca. 20 x 45 Meter großen Maschinenhalle durch.

Die Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf und die eingegliederte Einheit der First Responder (Ersthelfergruppe) hatten die Aufgabe mit Hebekissen, welche mit Pressluft Lasten bis 22 Tonnen anheben können, eine eingeklemmte Person unter einer 15 mm Stahlplatte möglichst schonend zu befreien und diese medizinisch unter Anleitung von Rettungsassistent Jürgen Batek zu Versorgen und anschließend zu Retten.

Mit in die Übung eingebaut wurde auch die Suche von vermissten Personen sowie die Anwendung der Ersten Hilfe, welche jede Feuerwehr auch ohne besondere Ausstattung leisten kann.

Das Motto der laufenden Aktionswoche des Landesfeuerwehrverbandes Bayern lautet: „Frauen zur Feuerwehr“. Auch die Feuerwehren der Gemeinde Freudenberg stehen hinter diesem Motto und würden sich über  den Zuwachs der aktiven Mannschaft über jede Frau/Freundin freuen.  Informationen hierzu erfahren Sie bei den Feuerwehren unserer Gemeinde.

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